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Geschichte · Tricks · Grundtechnik

FMX FreestyleTricksund Technik

FMX Freestyle ist Akrobatik auf dem Motorrad: spektakuläre Sprünge über eine Rampe, bewertet von Jury oder Publikum. Hier erfährst Du, wie Freestyle Motocross aus dem Rennsport entstand, welche Tricks es gibt und warum alles auf der Grundtechnik aufbaut.

FMX Freestyle in der Halle: Fahrer zeigt hoch in der Luft einen Trick mit dem Motorrad

Wie FMX Freestyle aus dem Motocross entstand

Die Wurzeln von Freestyle Motocross liegen im Rennsport. Der Sieger eines Rennens zeigte beim Zielsprung oft einen besonders spektakulären Sprung, zum Beispiel einen Whip, bei dem das Motorrad in der Luft in extreme Schräglage gelegt wird. Das begeisterte die Zuschauer. Mit der Zeit wurden solche Sprünge als Show fester Bestandteil der Motocross-Rennen, und die Tricks wurden immer professioneller und spektakulärer.

Einige Fahrer spezialisierten sich deshalb ganz auf diese Disziplin. Es entstanden eigene FMX-Veranstaltungen und schliesslich eine Weltmeisterschaft, die FIM FMX World Championship. Freestyle-Shows sind bis heute auch bei Supercross-Rennen zu sehen. So wurde aus dem Zielsprung des Siegers mit den Jahren eine eigenständige Sportart.

Whip wie im FMX: Fahrer legt das Motorrad im Sprung quer, im Hintergrund ein Wolkenhimmel

Freestyle Motocross und Motocross Racing im Vergleich

FMX-Fahrer kommen fast ausnahmslos aus dem Motocross. Beide Sportarten haben sich rasant entwickelt, sowohl bei der Technik der Motorräder als auch bei den Fahrtechniken. Dadurch wurde es immer schwieriger, beide erfolgreich zu betreiben. Ein passender Vergleich ist das Skifahren: Abfahrt und Freestyle Skiing sind zwei sehr unterschiedliche Disziplinen, die ganz andere Ansprüche an die Sportler stellen.

Im FMX ist vor allem Akrobatik gefragt. Gesprungen wird über eine fixierte Rampe mit vorgegebenem Radius, ähnlich wie beim Freestyle Skiing. Im Motocross zählen dagegen Rundenzeit und Konstanz. Auch die Wertung ist anders: Beim Motocross ergibt die Zeit über eine Distanz oder der Zieleinlauf nach einem Massenstart eine klare Rangliste. Im FMX bewerten eine Jury oder das Publikum die Vorstellung, wobei Sympathie, ein Heimrennen und der subjektive Eindruck immer mitspielen.

FMX Technik: Absprung, Flugbahn und Kontrolle

So verschieden die beiden Sportarten sind, FMX baut auf denselben Grundtechniken auf wie Motocross. Erst wer sein Motorrad optimal kontrolliert, kann in der Luft loslassen oder einen komplizierten Trick zeigen. Für Flugbahn und Flugverhalten sind drei Dinge entscheidend: wie der Fahrer beim Absprung beschleunigt, welche Position er einnimmt und welchen Radius die Absprungrampe hat.

Selbst in der Luft lässt sich die Flugbahn noch beeinflussen, nämlich mit Gas und Hinterbremse. Dahinter steckt das physikalische Gesetz der Trägheit: Beschleunigt oder bremst man eine Masse, wirkt die Kraft dabei stets in beide Richtungen. Ändert sich die Drehung des Hinterrads, dreht sich deshalb das ganze Motorrad in die Gegenrichtung.

Freestyle Motocross Technik: Fahrer stellt das Motorrad im Sprung quer, dahinter dunkle Wolken

FMX Tricks: vom Nac Nac bis zum dreifachen Backflip

Die Tricks im Freestyle Motocross entwickeln sich laufend weiter, und der Fantasie der Fahrer sind kaum Grenzen gesetzt. Inzwischen werden Sprünge gezeigt, die man sich vor einigen Jahren noch gar nicht vorstellen konnte. Ob Flip oder Whip: Jeder dieser Tricks setzt voraus, dass der Fahrer Absprung und Motorrad sicher im Griff hat. Zu den bekannten Figuren zählen unter anderem:

  • Whip: das Motorrad liegt in der Luft quer in extremer Schräglage
  • Nac Nac
  • Cliffhanger
  • Backflip und Frontflip
  • Double Backflip
  • dreifacher Backflip

FMX Training ab Deutschland: zuerst die Grundtechnik

Wer im FMX Karriere machen will, braucht als Voraussetzung die Motocross-Grundtechniken. Das Fundament bilden die sichere Bedienung aller Bedienelemente, korrekte Grundhaltungen und saubere Grundsprungtechniken, denn auf ihnen bauen sämtliche Tricks auf. In den Kursen der MX-Academy lernst Du genau diese Techniken und erhältst dabei einen Einblick in Motocross und FMX.

Die MX-Academy liegt in Schlatt TG, ab Singen rund 30 Minuten und ab Konstanz rund 45 Minuten mit dem Auto entfernt (ohne Verkehr). Wer zum ersten Mal dabei ist, fährt mit Coaching, das für Erstteilnehmende Pflicht ist; Honda-Mietmotorrad und Schutzausrüstung bis XXL stehen bereit. Lohnend ist bei weiter Anreise ein ganzer Kurstag, mit mittwochs 3,5 und samstags 4 Stunden auf dem Bike. Ein Motorradführerschein ist nicht nötig, und Artikel für FMX und Motocross führt der Motocross Shop der MX-Academy.

Häufige Fragen: FMX Freestyle

Was bedeutet FMX?

FMX steht für Freestyle Motocross, auch Motocross Freestyle genannt. Die Fahrer zeigen über eine Rampe akrobatische Sprünge, die von einer Jury oder vom Publikum bewertet werden.

Was ist ein Whip?

Beim Whip legt der Fahrer das Motorrad in der Luft in extreme Schräglage. Mit solchen Sprüngen begeisterten Rennsieger früher beim Zielsprung das Publikum.

Wie wird ein FMX-Wettbewerb gewertet?

Eine Jury oder das Publikum bewertet die Vorstellung. Im Motocross entscheidet dagegen die Zeit oder der Zieleinlauf nach dem Massenstart.

Kann ich bei der MX-Academy die Grundlagen für FMX lernen?

In den Kursen der MX-Academy lernst Du die Grundtechniken, auf denen alle FMX Tricks aufbauen: Bedienung, Grundhaltung und Grundsprungtechnik. Dabei bekommst Du auch einen Einblick in Motocross und FMX.

Wie steuert ein FMX-Fahrer das Motorrad in der Luft?

Mit Gas und Hinterbremse. Ändert sich die Drehung des Hinterrads, dreht sich das Motorrad entgegengesetzt, eine Folge des Trägheitsgesetzes.

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